Ein eigener Pool im Garten ist der Traum vieler Hausbesitzer. Doch mit dem Badespaß kommt auch die Verantwortung für die richtige Pflege. Die wichtigste Investition nach dem Pool selbst ist eine hochwertige Poolabdeckung. Sie schützt nicht nur vor Verschmutzung durch Laub, Insekten und Staub, sondern reduziert auch den Wärmeverlust, senkt den Chemikalienverbrauch und erhöht die Sicherheit für Kinder und Haustiere. In diesem umfassenden Ratgeber erfährst du alles, was du über Poolabdeckungen wissen musst – von den verschiedenen Typen bis zur richtigen Größenauswahl.
Warum ist eine Poolabdeckung unverzichtbar?
Viele Poolbesitzer unterschätzen die Bedeutung einer guten Abdeckung. Dabei bietet sie zahlreiche Vorteile, die sich direkt auf deinen Geldbeutel und den Pflegeaufwand auswirken.
Schutz vor Verschmutzung
Ohne Abdeckung landet alles im Pool: Blätter, Pollen, Insekten, Vogelkot und Staub. Diese organischen Materialien zersetzen sich im Wasser und bilden den idealen Nährboden für Algen und Bakterien. Eine Poolabdeckung verhindert, dass diese Verunreinigungen überhaupt ins Wasser gelangen. Das bedeutet weniger Arbeit mit dem Kescher, weniger Filterreinigung und ein dauerhaft sauberer Pool.
Reduzierter Wärmeverlust
Wusstest du, dass ein unbedeckter Pool bis zu 70% seiner Wärme über die Wasseroberfläche verliert? Besonders nachts, wenn die Temperaturen sinken, kühlt das Poolwasser schnell ab. Eine Abdeckplane wirkt wie eine Isolationsschicht und hält die Wärme im Wasser. Das spart erhebliche Heizkosten und verlängert die Badesaison um mehrere Wochen.
Geringerer Chemikalienverbrauch
UV-Strahlung baut Chlor im Poolwasser ab. Ein abgedeckter Pool ist vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, wodurch das Chlor länger wirksam bleibt. Studien zeigen, dass Poolbesitzer mit Abdeckung bis zu 50% weniger Chlor und andere Poolchemikalien benötigen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel.
Verdunstungsschutz
An heißen Sommertagen kann ein Pool mehrere Zentimeter Wasser pro Woche durch Verdunstung verlieren. Das bedeutet regelmäßiges Nachfüllen mit frischem Wasser, das dann wieder chemisch behandelt werden muss. Eine Poolabdeckung reduziert die Verdunstung um bis zu 95% und spart so Wasserkosten und Pflegeaufwand.
Welche Arten von Poolabdeckungen gibt es?
Je nach Poolform, Budget und Anforderungen stehen verschiedene Abdeckungstypen zur Verfügung. Hier ein Überblick über die gängigsten Varianten:
Solarplanen (Solarfolie)
Solarplanen bestehen aus UV-stabilisiertem Polyethylen mit Luftnoppen auf der Unterseite. Sie schwimmen direkt auf der Wasseroberfläche und nutzen die Sonnenenergie zur Erwärmung des Pools. Die Luftnoppen wirken wie kleine Vergrößerungsgläser und können das Wasser um 5-10°C erwärmen. Solarplanen eignen sich ideal für die Sommersaison, sind jedoch nicht für die Überwinterung geeignet.
PE-Abdeckplanen
Robuste Abdeckplanen aus Polyethylen sind die klassische Wahl für die Winterabdeckung. Sie sind reißfest, UV-beständig und halten auch starken Belastungen durch Schnee und Regen stand. PE-Planen werden mit Spanngummis oder Clips am Poolrand befestigt und bieten zuverlässigen Schutz über die gesamte Winterpause.
Aufrollvorrichtungen
Für maximalen Komfort sorgen Aufrollsysteme. Die Poolabdeckung wird auf eine Rolle gewickelt und kann mit wenigen Handgriffen auf- und abgerollt werden. Das spart Zeit und schont das Material, da die Abdeckung nicht gefaltet werden muss. Aufrollvorrichtungen gibt es als manuelle, solarbetriebene oder elektrische Varianten.
Poolabdeckung rund oder eckig: Die richtige Form wählen
Die Form deiner Poolabdeckung muss exakt zur Poolform passen. Runde Pools benötigen runde Abdeckungen, rechteckige Pools entsprechend rechteckige Planen. Achte beim Kauf auf die exakten Maße deines Pools:
Bei runden Pools ist der Durchmesser entscheidend. Gängige Größen sind 305 cm, 366 cm, 396 cm, 457 cm und 549 cm – diese entsprechen den Standardgrößen von Intex und Bestway Pools. Bei rechteckigen Pools misst du Länge und Breite. Die Abdeckung sollte 20-30 cm größer sein als das Poolinnenmaß, um einen sicheren Überhang zu gewährleisten.
Poolabdeckung für die Überwinterung: Was ist zu beachten?
Die Winterabdeckung stellt besondere Anforderungen an das Material. Sie muss mehrere Monate unter extremen Bedingungen standhalten: Frost, Schnee, Regen und UV-Strahlung setzen der Plane zu. Hier einige wichtige Punkte:
Verwende eine spezielle Winterabdeckplane, keine Solarfolie. Das Material muss UV-stabilisiert und frostbeständig sein. Die Plane sollte lichtundurchlässig sein, um Algenwachstum zu verhindern. Kombiniere die Winterabdeckung mit einem Poolkissen, das den Eisdruck auf die Poolwände reduziert und verhindert, dass sich Regenwasser in der Mitte der Plane sammelt.
Pflege und Lagerung der Poolabdeckung
Mit der richtigen Pflege hält deine Poolabdeckung viele Jahre. Reinige die Plane regelmäßig mit klarem Wasser und einer weichen Bürste. Verwende keine aggressiven Reinigungsmittel oder Hochdruckreiniger, da diese das Material beschädigen können.
Vor der Einlagerung muss die Abdeckung vollständig trocken sein, um Schimmelbildung zu vermeiden. Lagere sie an einem trockenen, kühlen Ort, idealerweise in einer Schutzhülle. Vermeide es, schwere Gegenstände auf der gefalteten Plane zu stapeln, da dies zu dauerhaften Knicken führen kann.
Fazit: Eine Investition, die sich auszahlt
Eine Poolabdeckung ist keine optionale Ergänzung, sondern ein unverzichtbares Zubehör für jeden Poolbesitzer. Sie spart Geld bei Heizung, Wasser und Chemikalien, reduziert den Pflegeaufwand erheblich und verlängert die Lebensdauer deines Pools. Bei der Auswahl solltest du auf die richtige Größe, das passende Material und die Qualität der Verarbeitung achten. Eine hochwertige Abdeckung mag in der Anschaffung teurer sein, zahlt sich aber durch ihre Langlebigkeit und Effektivität schnell aus
